❓ „Dehnen vor dem Training schützt automatisch vor Verletzungen.“
So einfach ist es nicht.
Die wissenschaftliche Studienlage zeigt, dass längeres statisches Dehnen unmittelbar vor einer Kraftleistung die kurzfristige Maximalkraft unter bestimmten Bedingungen leicht beeinträchtigen kann. Der Effekt hängt unter anderem von Dauer und Intensität der Dehnung sowie von der anschließenden Belastung ab.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Dehnen grundsätzlich schlecht oder unnötig ist.
👉 Für viele Trainingseinheiten kann ein aktives und dynamisches Aufwärmen eine sinnvolle Vorbereitung sein. Beweglichkeitstraining und statisches Dehnen können je nach Trainingsziel zu einem anderen Zeitpunkt sinnvoll eingesetzt werden.
Unser Fazit: Nicht „Dehnen ist schlecht“, sondern: Dehnen sollte zum Training, zur Belastung und zum individuellen Ziel passen.
📚 Grundlage: Warneke & Lohmann (2024), systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse.
Bei ABC Bodytransformation setzen wir auf individuelle Trainingsplanung statt auf pauschale Fitnessregeln.
Warum kann langes statisches Dehnen die Kraft kurzfristig beeinflussen?
Beim Dehnen werden nicht nur die Muskeln, sondern auch die Nerven-Muskel-Steuerung beeinflusst. Nach längerem statischem Dehnen kann die Fähigkeit des neuromuskulären Systems, den Muskel unmittelbar maximal anzuspannen, vorübergehend etwas verändert sein.